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2. Bildaufnahme

Bei der Farbbildverarbeitung kommt der Modellierung der Kameracharakteristika eine wesentlich höhere Bedeutung zu als bei der klassischen Verarbeitung von Grauwertbildern. Die Gründe liegen zum einen in einer physisch gestützten Interpretation des Farbensehens (siehe voriges Kapitel), zum anderen in einer im Vergleich zu Grauwertkameras viel größeren Zahl an möglichen Fehlereinflüssen . Diese Einflüsse treten nicht nur bei Kameras, sondern in ähnlicher Form bei allen bildgebenden Sensoren wie Scannern oder Röntgengeräten auf. Die folgenden Kapitel beschränken sich jedoch auf die CCD Sensoren herkömmlicher Kameras.

Alle derzeit gebräuchlichen Kameras arbeiten nach demselben Prinzip: Das in die Kamera einfallende Licht wird durch ein Objektiv gebündelt und auf ein zweidimensionales Feld lichtempfindlicher Sensoren gelenkt. Heutige Kameras benutzen für diesen Zweck CCD Sensor-Arrays (Charge Coupled Device ). CCD Arrays bestehen aus einzelnen Halbleiterelementen, von denen jedes mit einem Kamerapixel korrespondiert. Entsprechend dem Lichteinfall wird in den Einzelelementen elektrische Ladung aufgebaut, die dann als Helligkeitswert interpretiert werden kann. Das folgende Kapitel gibt einen Überblick über die Technologie von CCD Arrays. Aufbauend darauf wird ein Modell für das CCD-Antwortverhalten eingeführt. Das Kapitel schließt mit einer Analyse auftretender Fehlerquellen.



 

Walter Hafner
1999-01-25